EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,
in diesem Tempest: ein neuer Experte, ein kleiner Knigge für das Ver-
halten unseren ExpertInnen gegenüber, der Beginn einer Serie zum Thema
"Marketing für Autoren", ein Interview mit Sabine Kornbichler und vie-
les mehr - vom Schreib-Kick bis zu neuen Seminaren und Messen. Bei den
Expertenantworten geht es heute darum, wie man eine Kurzvita schreibt,
und darum, ob man echte Korrespondenz in einem Roman verwenden darf.
Apropos ExpertInnen 1: Wir freuen uns, euch einen neuen Experten vor-
stellen zu können. Prof. Uli Rothfuss, geboren 1961, ist Hochschulleh-
rer für Poetik, Kreatives Schreiben und Medientheorie an der Hochschu-
le für Gestaltung Schwäbisch Hall, an der Internationalen Hochschule
Calw und an der Universität Karlsruhe sowie Honorarprofessor an der
Staatlichen Pädagogischen Hochschule Eupen / Belgien. Er ist selbst
Autor und Herausgeber von 20 Büchern und Mitglied des Internationalen
PEN. Ab sofort steht er für eure Fragen rund um die Schreibaus- und -
fortbildung bereit. Seine Mailadresse findet ihr über den Expertenant-
worten.
Apropos ExpertInnen 2: Wir wissen, dass ihr ihre Kompetenz und ihre
Antworten auf eure Fragen schätzt - aber die meisten bekommen offenbar
nicht einmal ein kleines "danke" per Mail, wenn sie euch bei einer
Frage weitergeholfen haben. Denkt bitte dran: Sie arbeiten alle unent-
geltlich für uns und haben zumindest eine kurze Rückmeldung verdient!
Und wo wir schon mal bei den Ermahnungen sind: Bitte schickt keine An-
fragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - verwendet also niemals die Ant-
wortfunktion, wenn ihr den Tempest bekommt. Das ist lediglich die
Newsletter-Versandadresse!
And now for something completely different: Wir haben zu dieser Ausga-
be auch unsere restlichen Redaktionsadressen geändert, um die Spam-
Fluten einzudämmen. In wenigen Tagen werden die bisherigen Adressen
abgeschaltet, daher benutzt bitte ab sofort nur noch die neuen Adres-
sen, die ihr überall in dieser Ausgabe findet.
Der Tipp des Monats Februar, diesmal von James M. Bickham (aus:
"Short Story", Zweitausendeins):
In einer guten Geschichte vermittelt sich das Anliegen
des Autors allein durch die Handlung.
Eine schlechte Geschichte, in der dieser Effekt
nicht zum Tragen kommt, lässt sich auch nicht
durch Erklärungen oder Belehrungen retten.
Wie ihr seht, sind mir die Schreibtipps ausgegangen - bitte schickt
mir welche! Kurze und knackige Tipps zum Schreiben, Veröffentlichen,
Lesen, Verlagefinden ... Einfach an mail-
to:redaktion at team pt autorenforum pt de.
Ich wünsche uns allen, dass der Frühling bald anbricht. Draußen und
möglichst auch auf dem Buchmarkt!
Gabi Neumayer
Chefredakteurin
~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser
Konto:
autorenforum.de
SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2004"
Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE69550101111424189900
BIC: ESSEDE5F550
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ISSN 1439-4669 Copyright 2004 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:
TEIL 1:
Editorial
Inserate
Schreib-Kick
Marketingideen
"Marketing für Autoren - Teil 1"
von Harald Schneider
Schreibkurs
"Wie beim allerersten Mal:
Von ungewohnten Perspektiven zu ungewöhnlichen Ideen"
von Stephan Waldscheidt
CD-Besprechung
"Der ERF Sprechtrainer"
besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Sabine Kornbichler
Essay
"Karriereprobleme"
von Anja Odenthal
Frag den Experten für Verlagswesen
(Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Schreibhandwerk
(Ute Hacker)
Hall of Fame
Impressum
TEIL 2 (nur für Abonnenten):
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum
~~~~~~~~~
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen
Jahrgänge zu erstellen.
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Kleinanzeigen
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen
verstoßen, abzulehnen.)
Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede
weitere Zeile kostet 1,10 Euro.
Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind
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bis zu fünf Zeilen 2,60 Euro pro Zeile. Jede weitere Zeile kostet 1,60
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Anzeigenschaltung unter mailto:werbung at team pt autorenforum pt de.
Der Abdruck erfolgt nur gegen Vorkasse (Scheck / bar / Überweisung auf
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Für Übermittlungsfehler haftet autorenforum.de nicht.
Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem-
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.
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INSERATE:
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(mailto:werbung at team pt autorenforum pt de)
Neu: Angeline Bauer: LIEBESROMANE SCHREIBEN
im Autorenhaus Verlag: www.AUTORENHAUS.DE
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www.souverain-art.de Portal für Kunst-Kultur-Literatur-Musik!
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Vom Manuskript zum Buch: Sie suchen eine fachlich versierte Unterstüt-
zung und Beratung in Bezug auf die Arbeit an und mit Ihrem Manuskript?
Für das Lektorat Ihres Manuskriptes, die Erstellung eines ansprechen-
den Exposees und/oder Anschreibens an einen Verlag, biete ich Ihnen
meine kompetente Hilfe und Unterstützung an. Simone Verwied, Tel.: +49
(0) 21 95 / 68 88 97, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Internet:
http://www.libri-vitae.de
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SCHREIB-KICK:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
Unser Schreib-Kick für den Februar, diesmal von Heike Prassel:
Wenn ich eine Geschichte plane, dann stelle ich mir ein Ensemble von
Figuren vor und versuche, mir ihre Charaktere auszumalen. Dies gelingt
mir umso plastischer, je eher mir klar wird, in welcher Beziehung die
Figuren zueinander stehen.
Ich schreibe den Namen der Hauptfigur in die Mitte eines Blattes und
notiere die anderen Namen drum herum. Dann ziehe ich einen Pfeil von
der Hauptfigur zu einer der Nebenfiguren und notiere daran, was sie
für diese Figur empfindet. Gleich darauf drehe ich die Richtung und
notiere, was die Nebenfigur für die Hauptfigur empfindet. So verbinde
ich Figur mit Figur, erst mit der Hauptfigur und anschließend unter-
einander. Da kommen Gefühle zutage, auf die ich bei ungeführter Über-
legung nicht gekommen wäre.
Anhand des entstandenen Tohuwabohus kann ich schließlich auch analy-
sieren, ob meine Figuren sich "alle lieb haben", was ziemlich langwei-
lig werden würde, oder ob niemand niemanden leiden kann - auch nicht
ideal.
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MARKETINGIDEEN:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Marketing für Autoren - Teil 1"
von Harald Schneider
Es geht bei dieser Marketing-Serie weniger um das Was", sondern eher
um das Wie". Was aber nicht zu bedeuten hat, dass es in späteren Fol-
gen keine Ideen hageln wird. Auch echte Geheimtipps, die ich bisher in
keiner Quelle und auch nicht im Internet recherchieren konnte. Dies
kann Ihnen als informiertem Autor - und das unterstelle ich allen Tem-
pest-Abonnenten - einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber
Ihren Kollegen bringen.
Schreiben ist nun mal nicht das einzige Betätigungsfeld im erfolgrei-
chen Autorenleben. Es gilt, sich aus der Masse herauszuheben, selbst
wenn man das genialste Buch der Gegenwartsliteratur geschrieben hat.
Nicht immer hat das beste" Buch den größten Erfolg. (Wobei ich mich
hier nicht auf eine Begriffsbestimmung des Wörtchen beste" einlassen
will. Sicher haben auch die ungelogenen Biographien so mancher promi-
nenter Zeitgenossen ihre Daseinsberechtigung. Und sei es nur zur Um-
satzsteigerung der Buchhandlungen.)
Wer braucht Marketing-Tipps?
Es ist schwierig, verdammt schwierig, als Newcomer in einem großen
Publikumsverlag veröffentlicht zu werden. Meist haben die Verlage ihre
jahrelang erprobten Hausautoren, oder ihr Verlagsprogramm setzt sich
zu einem großen Teil aus ausländischen Lizenzen zusammen. Die wenigen
Neulinge, die es jedes Jahr schaffen, kann man an wenigen Händen ab-
zählen. Und die kommen meistens über Agenten zum Verlag; die unaufge-
fordert eingesandten Manuskripte haben für die großen Verlage fast
keine Bedeutung. Das ist leider die traurige Wahrheit, die die meisten
von Ihnen kennen, die zum zwanzigsten Mal ihr Manuskript im eigenen
Briefkasten wiederfanden.
Und selbst wenn es mal einer schafft, so darf er sich zwar glücklich
schätzen - dass der Verlag für ein Autorendebüt aber Unsummen in die
Werbung steckt, kann man trotzdem nicht erwarten. Auch ein solcher Au-
tor kommt um Eigenmarketing nicht herum. Einen entscheidenden Vorteil
hat er aber: Er braucht sich um den Vertrieb nicht zu kümmern, die Bü-
cher stehen im Buchladen. Wenn man bedenkt, dass mehr als ein Drittel
aller Buchkäufe Impulskäufe, also ungeplante Käufe sind, ist das ein
großer Vorteil.
Der frustrierte Autor gibt nicht auf. Er besorgt sich den Banger (Da-
tenbank aller deutschsprachigen Verlage) und schickt seine Manuskripte
nun an kleinere Verlage. Hier ist die Chance ungleich höher, einen
Verlag zu finden.
Doch Achtung: Der Verlagsmarkt ist durchsetzt von so genannten Druck-
kostenzuschussverlagen, manchmal seriös, oft unseriös, je nach Stand-
punkt. Auch die Verlage, die ausdrücklich keinen Druckkostenzuschuss
verlangen, aber dem Autor 500 Pflichtexemplare aufnötigen oder eine
Marketingpauschale aufdrücken, gehören zu dieser Kategorie. Sparen Sie
sich Ihr Geld! Es gibt günstigere Alternativen. (Eine Ausnahme sind
wissenschaftliche Werke, die häufig mit DKZ veröffentlicht werden.)
Zurück zum Kleinverlag. Diese Verlage haben meist keinen Vertrieb. Die
Bücher bekommen zwar in der Regel eine ISB-Nummer, dies bedeutet aber
nur, dass das Buch gefunden und bestellt werden kann. Dass es das Buch
gibt, weiß dadurch noch niemand. Hier ist der Autor so richtig gefor-
dert. Oft hat er den Vorteil, dass er vom Verlag unterstützt wird,
wenn auch nicht finanziell.
Für Autoren, die in Eigenverlagen veröffentlichen oder über PoD (Print
on Demand), gilt das Gleiche. Nur fehlt ihnen der Sparringspartner,
sie sind ganz auf sich alleine gestellt. Das fängt schon beim Lekto-
rieren der Texte und beim Layout an. Dafür gibt es in großen Verlagen
jede Menge Fachleute. Bei PoD heißt es dagegen oft: Da kopier ich mir
schnell die Word-Vorlage in ein PDF, und dann sieht das auch als Buch
toll aus. Das geht in die Hose! Wie man reihenweise bei PoD-Büchern
feststellen kann.
Letztes Jahr habe ich ein Buch gesehen, in dem die Lebensgeschichte
eines Wellensittichs beschrieben wird. Okay, wers mag. Das Cover wur-
de vermutlich mit einer Polaroid-Sofortbildkamera aufgenommen. Es
zeigt den Wellengeier fliegend, zehn Zentimeter vor einer Eiche-
rustikal-Wohnzimmerwand. So etwas sollte man seinen besten Feinden
nicht antun. Manchmal alpträume ich immer noch von dem Cover.
Wer braucht also Marketing-Tipps? Im Prinzip alle, die ein Buch veröf-
fentlicht haben beziehungsweise es vorhaben - und die nicht gerade
Stephen King heißen.
Warum Marketing?
Warum eigentlich Marketing? Es reicht eben nicht, eine ISB-Nummer zu
haben und im Bekanntenkreis für Mund-zu-Mund-Propaganda zu sorgen. Ih-
re nächsten Bekannten erwarten sowieso ein Freiexemplar, und das nähe-
re Bekanntenumfeld ist endlich groß. Nach drei Wochen weiß es jeder.
Jeder, der sich für Ihr Buch interessiert, hat es jetzt gekauft (oder
es sich von Ihnen schenken lassen). Das war es schon im Großen und
Ganzen: das kurze Leben oder vielmehr das kurze Aufbäumen im Leben ei-
nes Buches.
Jetzt erinnert sich der Autor an diverse Tipps, die er irgendwann mal
im Internet gelesen hat. Schnell werden ein paar dieser Weisheiten
ausgedruckt und realisiert. Der Buchhandlung wird eine Lesung angebo-
ten. Hurra, sie akzeptiert! Weitere fünf Bücher verkauft. Und so geht
es weiter im Leben der meisten Debütanten.
Was fehlt, ist ein klares, modulares Planungskonzept, das individuell
zusammengestellt wird. Und das schon lange, bevor das Buch die Augen
der Menschen erblickt. Wie man ein solches Planungskonzept entwickelt,
das lesen Sie im nächsten Teil dieser Serie.
Zum Schluss ein paar wichtige Kriterien zum Buchmarketing, auf die ich
in den nächsten Beiträgen noch im Detail eingehen werde. Seien Sie
ehrlich, wie viele davon haben Sie bei Ihren Marketingaktionen bisher
berücksichtigt?
- frühzeitiges modulares Planungskonzept
- Langfristigkeit
- Zielgruppen / zielgruppengerechte Ansprache
- breite Streuung / direkte Ansprache
- monetäre Möglichkeiten
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Harald Schneider, Jahrgang 62, arbeitet als Betriebswirt in einem Me-
dienkonzern und beschäftigt sich mit Strategieplanung im Verlagswesen.
Nebenberuflich entstanden mehrere Kinderbuchprojekte (Kinderratekri-
mis/Detektivgeschichten). Vor wenigen Wochen ist im Verlag K&C Buchoa-
se das Werk "Die wilden Vier und die geheimnisvolle Botschaft" er-
schienen. Kontakt unter: http://www.Harald-Schneider.gmxhome.de.
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SCHREIBKURS:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Wie beim allerersten Mal:
Von ungewohnten Perspektiven zu ungewöhnlichen Ideen"
von Stephan Waldscheidt
Mit das Interessanteste am Lesen ist es, Dinge aus einer neuen Per-
spektive zu sehen. Sucht selbst nach (für euch) neuen Perspektiven, um
euer Schreiben zu verbessern (und euer Leben zu bereichern). Das kann
bei einfachen Dingen anfangen: Steigt auf einen Stuhl, oder legt euch
unter den Tisch. Geht in der Hocke durch den Supermarkt (am besten,
wenn keiner zuschaut), um die Welt von der Warte eines Kindes zu be-
trachten. Verstoßt bewusst gegen eure Gewohnheiten: Wählt einen ande-
ren Platz als euren Stammplatz im Café oder in der Straßenbahn, eine
andere Soße zu den Spaghetti. Zieht euch mal etwas ganz anderes an,
was ihr sonst nie tragen würdet: In anderen Kleidern sieht auch die
Welt anders aus.
Lest eine Wirtschaftszeitschrift, eine Fußballergazette oder ein Mode-
zeitschrift, gerade wenn ihr euch dafür überhaupt nicht interessiert,
und versucht, die Faszination zu spüren, die andere dabei empfinden.
Macht Sachen anders, die normalerweise unbewusst ablaufen: Vertauscht
beim Essen Gabel und Messer (und sagt "Gabel und Messer" statt, wie
gewohnt, "Messer und Gabel"), verschränkt die Arme anders vor der
Brust als sonst (bei mir: der rechte Arm über den linken statt umge-
kehrt). Versucht, euch die Schuhe anders zuzubinden als gewöhnlich,
schlüpft mit dem "falschen" Arm zuerst in den Mantel. Versucht, mög-
lichst viele Dinge, die ihr normalerweise mit rechts erledigt, mit der
linken Hand zu tun: Zähne putzen, mit Essstäbchen essen, Haare bürs-
ten, rasieren (aber versucht bitte nicht, beim Auto fahren mit dem
linken Fuß zu bremsen!).
Die Macht der Gewohnheit ist ein gefährlicher Gegner der Kreativität.
Findet eure (weitgehend unbewussten) Gewohnheiten heraus - und ändert
sie, probeweise.
Betrachtet vertraute Dinge, dir ihr schon nicht mehr wahrnehmt, als
sähet ihr sie zum ersten Mal: Ein VW Golf ist ein seltsamer Blechkas-
ten mit vier schwarzen Ringen unten. Buchstaben sind lustige Striche
und Schnörkel - wozu könnten sie wohl gut sein? Starrt vertraute Ge-
sichter (zum Beispiel das von Gerhard Schröder im Fernsehen) so lange
an, bis sie euch wieder fremd werden. (Das ist eines der spannendsten
Experimente, und es bedarf einiger Konzentration und Übung. Aber wenn
es euch gelingt, werdet ihr überrascht sein, wie anders euch das eben
noch so vertraut geglaubte Gesicht auf einmal erscheint.)
All diese Dinge erweitern nicht nur euren Horizont, sondern sie lösen
häufig auch einen Kreativitätsschub aus. Nebenbei schafft euer Hirn
massenweise neue Synapsen zwischen euren grauen Zellen. Wer weiß, wozu
die mal gut sein können. Womöglich zum Schreiben eines neuen Textes
...
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Stephan Waldscheidt, Jg. 67. Freier Autor und Texter. Schreibt Romane
und Satiren des Vergnügens wegen. Würde es gerne auch des Geldes wegen
tun und wartet weiter auf einsichtige Lektoren: "Warte nur, balde"
(Goethe). Hofft, dass alle Tempest-Leser brav ihren Jahresbeitrag zah-
len, damit er wenigstens mit seinen Artikeln dort balde Geld verdienen
kann ;-). Noch kostenlos: http://www.waldscheidt.de.
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CD-BESPRECHUNG:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Der ERF Sprechtrainer"
besprochen von Gabi Neumayer
Diese CD ist zwar ursprünglich vor allem für religiöse RednerInnen ge-
dacht - sie ist aber auch der richtige Einstieg für alle AutorInnen,
die Lesungen halten wollen, in denen das Publikum nicht nach wenigen
Minuten schon gähnend abschaltet.
Die beiden Autoren, Rundfunkredakteur und -sprecher, führen mit einer
Redakteurin durch dieses Trainingsprogramm für frustrierte RednerIn-
nen. Sie stellen zunächst die sechs Grundübel vor: falsche Sprechge-
wohnheiten wie monotones Sprechen, Pathos und falsche Betonung. Direkt
danach setzen sie sechs Faustregeln für gutes Sprechen dagegen - zum
Beispiel: über Satzzeichen hinwegsprechen, mit der Stimme unten blei-
ben, nur ein Höhepunkt pro Satz.
All das bekommt man natürlich akustisch vorgeführt. Zusätzlich finden
sich die Textbeispiele mit allen Tipps auch in der umfangreichen Be-
gleitbroschüre, die einem beim Trainieren unschätzbare Dienste leis-
tet.
Die zweite Hälfte der CD ist Stimm- und Sprechübungen gewidmet. Man
kann und sollte sie sofort nachmachen. Aber wie bei allem, was auf
dieser CD an Übungen vorgestellt wird, ist es auch bei den Sprechübun-
gen mit einem einmaligen Hören nicht getan. Regelmäßiges Training -
möglichst einige Minuten jeden Tag - ist nötig, um auf Dauer sprach-
lich und stimmlich deutliche Verbesserungen zu erzielen. Damit ihr am
Ende ähnlich gut klingt wie die SprecherInnen auf dieser CD - und euer
Lesungspublikum in den Bann ziehen könnt!
Rolf-Dieter Wiedenmann, Horst Schwinkendorf: "Der ERF Sprechtrainer",
CD, 12,90 Euro, ERF Verlag, 35573 Wetzlar, Telefon (0 64 41) 9 57-2
00, Fax: -1 20 (bitte beim Verlag bestellen bzw. dort Verkaufsstellen
in eurer Nähe erfragen!)
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Meine aktuellen Veröffentlichungen: zwei Gute-Nacht-Geschichten in
"Abends, wenn ich träumen geh", Gondolino; zehn Teufelgeschichten in
"Mein dickes buntes Buch der 4 _-Minuten-Geschichten", paletti;
"Schulgeschichten" für ErstleserInnen, Gondolino; Downloadkurs "Die
professionelle Überarbeitung", http://www.storials.com. Weitere Infos:
http://www.gabineumayer.de und http://www.bato-schreibt.de.
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INTERVIEW:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Das erste Buch war etwas ganz Besonderes"
Interview mit Sabine Kornbichler
Manuela Tengler: Ihr Debütroman "Klaras Haus" kam damals gut an. Wie
fühlte sich das an?
Sabine Kornbichler: Wundervoll! Wenn es dem Roman einer bis dahin fast
völlig unbekannten Autorin gelingt, so viele Leser zu begeistern, dann
ist das schon ein umwerfendes Gefühl. Ohne die große Unterstützung
durch meinen Verlag (Knaur) und den Buchhandel wäre das allerdings
nicht zu schaffen gewesen. In dieses wundervolle Gefühl mischt sich
deshalb auch eine große Portion Dankbarkeit.
MT: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem ersten verkauften Buch ge-
macht?
SK: Gute. Der Erfolg von "Klaras Haus" hat mich so mutig werden las-
sen, meine beruflichen "Weichen" Richtung Schreiben zu stellen. Hätte
sich der Roman nicht im Buchmarkt bewährt, wäre ich ja ganz schnell
wieder draußen gewesen. So kann ich jetzt das tun, was ich tatsächlich
am liebsten tue: Geschichten erfinden, sie anderen erzählen, sie damit
unterhalten und sie vielleicht zum Nachdenken anregen.
MT: Waren Sie aufgeregter, als das zweite Buch erschien?
SK: Ich glaube, die Aufregung, die ich beim Erscheinen des ersten Bu-
ches hatte, lässt sich gar nicht steigern. Das war etwas ganz Besonde-
res.
Die Aufregung beim Erscheinen des zweiten Buches war eine andere, eine
vorsichtigere vielleicht auch eine ängstlichere. Beim zweiten Buch
ist man mit ganz anderen Erwartungen konfrontiert. Der Debütroman
setzt einen Maßstab, den es vorher nicht gab, an dem man aber plötz-
lich gemessen wird. Es kommt mir deshalb so vor, als sei nicht das De-
büt die große Hürde, sondern der "berüchtigte" zweite Roman. Wichtig
ist es, sich von diesen Erwartungen nicht einschüchtern zu lassen,
diese Erwartungen gar nicht erst in den eigenen Maßstab einfließen zu
lassen und sich selbst und den eigenen Vorstellungen treu zu bleiben.
MT: Hat sich Ihre Arbeitsweise mittlerweile geändert?
SK: Ein bisschen vielleicht, aber nicht grundlegend. Meinen ersten Ro-
man habe ich noch ziemlich "ins Blaue" geschrieben. Das heißt, ich
hatte nur eine ganz grobe Vorstellung von der Geschichte und den Per-
sonen. Ich habe einfach angefangen zu schreiben und habe die Geschich-
te und die Personen sich entwickeln lassen. Mittlerweile arbeite ich
vor Schreibbeginn ein Konzept aus, mache mir sehr konkrete Gedanken ü-
ber die Personen und recherchiere die psychologischen Hintergründe. A-
ber auch hier gestehe ich den Personen und der Geschichte wie beim
ersten Roman eine Eigenentwicklung zu, folge intuitiven Eingebungen
und verfolge das Geschehen mit Spannung.
MT: Wie lange brauchen Sie für eine brauchbare Fassung und ihre Über-
arbeitung?
SK: Ungefähr ein Jahr. Für die Entwicklung der Idee und des Konzepts
und für die Recherchen brauche ich rund drei Monate, den "Rest" der
Zeit schreibe ich.
MT: Was lieben Sie am Schreiben?
SK: Am Schreiben liebe ich die Möglichkeit, in Geschichten einzutau-
chen, sie zu gestalten, um dann immer wieder festzustellen, dass sie
ein Eigenleben entwickeln. Das finde ich spannend. Außerdem mag ich am
Schreiben die Möglichkeit, mehrere fiktive Leben neben dem eigenen re-
alen zu führen, am Schreibtisch zu sitzen und auf Phantasiereisen zu
gehen - ohne irgendeine Beschränkung durch Moral oder Konvention.
MT: Wann lieben Sie Schreiben am meisten - wann hassen Sie es ein
klein wenig?
SK: Wenn ich ausgeruht bin, mein Kopf ganz frei ist, schreibe ich am
liebsten. Gehasst habe ich das Schreiben noch nie. Würde ich es has-
sen, würde ich damit aufhören.
MT: Wie lange begleiten Sie Ihre neuen Figuren, bis sie sich im Manu-
skript entfalten dürfen?
SK: Natürlich in den Monaten, die dem Schreiben vorausgehen. Manchmal
nimmt eine Person aber auch schon Gestalt in meinen Gedanken an, wenn
ich noch an einem anderen Manuskript arbeite. Dann skizziere ich sie,
damit keine Facetten verloren gehen, und vertröste sie auf später.
MT: Wie und wo arbeiten Sie am liebsten?
SK: Am liebsten arbeite ich an meinem PC in meinem Arbeitszimmer.
MT: Welches Ritual stimmt Sie auf das Arbeiten ein? Eine bestimmte
Uhrzeit vielleicht oder die Schreibtischordnung?
SK: Inzwischen hat es sich so eingespielt, dass ich hauptsächlich
nachmittags arbeite. Was ich dabei sehr schätze, ist Ordnung um mich
herum.
MT: Wie ist "Klaras Haus" entstanden? Und wie hat sich das Buch entwi-
ckelt?
SK: Die Idee für "Klaras Haus" ist aus dem Bewusstsein entstanden,
dass viele Menschen sich nach einem Zufluchtsort sehnen. Ich habe mich
gefragt, welche Situationen es geben könnte, in denen ein solcher Zu-
fluchtsort hilfreich ist. Da gibt es natürlich unzählige, aber ich ha-
be mich für die von Nina (der verlassenen Ehefrau mit unerfülltem Kin-
derwunsch, deren Mann ein Kind von ihrer Freundin erwartet) und Char-
lotte (Ehefrau und Mutter von drei Kindern, gleichzeitig aber Geliebte
eines anderen Mannes, der gerade tödlich verunglückt ist) entschieden,
um Verständnis für die sehr unterschiedlichen Positionen dieser beiden
Frauen zu schaffen und zu beobachten, wie und ob sie sich einander an-
nähern.
MT: Haben Sie selbst einen Verlag kontaktiert oder eine Agentur gefun-
den, die Sie betreute?
SK: Ich wollte mein Glück zunächst einmal ohne Agent versuchen und ha-
be selbst Verlage kontaktiert. Bei der Auswahl dieser Verlage hat mir
meine Buchhändlerin geholfen. Vom Knaur-Verlag habe ich dann ziemlich
schnell eine positive Antwort bekommen.
MT: Würden Sie heute, nach drei Büchern, etwas anders machen?
SK: Nein. Ändern würde ich nur dann etwas, wenn ich feststellen soll-
te, dass sich mein Konzept in irgendeiner Weise nachteilig für mich
auswirkt, wenn ich an Grenzen stieße.
MT: Von welchen Projekten träumen Sie noch, von welchen Genres? Oder
mal unter einem Pseudonym was ganz anderes schreiben?
SK: Ich würde gerne irgendwann einen Krimi schreiben, wenn möglich un-
ter meinem Namen.
MT: Angenommen, ein Manuskript ist fertig. Was fühlen Sie Erleichte-
rung oder Wehmut oder etwas ganz anderes?
SK: Wenn ein Manuskript fertig ist, stellt sich ein zutiefst befriedi-
gendes Gefühl ein. Erleichtert bin ich allerdings erst, wenn meine
Lektorin sagt, dass ihr das Manuskript gefällt.
Wehmut kenne ich tatsächlich auch, wenn ein Manuskript fertig ist. Und
zwar ist es die Wehmut, mich von den Personen, mit denen ich dann im-
merhin ein Jahr "gelebt" habe, verabschieden zu müssen. Das fällt mir
schon schwer.
MT: Machen Sie Erholungspausen, oder stürzen Sie sich voller Elan in
das nächste Manuskript?
SK: Erholungspausen mache ich in jedem Fall. Ich finde es ganz wich-
tig, sich auch innerlich von einem Manuskript zu verabschieden, mit
ihm abzuschließen, bevor ich in eine neue Geschichte eintauche. Wäh-
rend dieser Erholungsphase spüre ich allerdings immer schon eine Vor-
freude auf die nächste Geschichte.
MT: Machen Sie gern Lesungen?
SK: Ja. Immerhin ist es eine der wenigen Möglichkeiten, mit Lesern in
Kontakt zu kommen. Natürlich ist so eine Lesung auch immer mit Aufre-
gung, mit Lampenfieber verbunden. Ich weiß ja vorher nie, wie das Pub-
likum ist, wie es reagiert, ob der Funke überspringt.
MT: Wie reagierten Ihre Freunde und Bekannten auf die Tatsache, dass
Sie schreiben? Wurden Sie anfangs belächelt?
SK: Meine Freunde und meine Familie haben ganz normal darauf reagiert,
ein bisschen überrascht vielleicht, so wie ich selbst. Immerhin habe
ich erst 1997 meine erste Kurzgeschichte geschrieben und in den Jahren
davor höchstens mal davon geträumt, ein Sachbuch zu schreiben. Belä-
chelt wurde ich nicht. Im Gegenteil: Ich habe sehr viel Motivation er-
fahren, ganz besonders von meinem Mann.
Aus Neid geborene Reaktionen habe ich natürlich? - auch erfahren, a-
ber nur von so genannten weitläufig Bekannten. Hintergrund waren dann
oft geplatzte Lebenspläne dieser Menschen, die sich in irgendeiner
Weise ums Schreiben rankten. Offensichtlich fällt es manchen Menschen
schwer, einem anderen das zu gönnen, was sie selbst nicht haben ver-
wirklichen können.
MT: Talent oder Handwerk was meinen Sie, worauf es beim Schreiben
vor allem ankommt?
SK: In jedem Fall kommt es auf beides an. Und ich glaube, auf beides
gleichermaßen.
MT: Im April kommt Ihr neues Buch auf den Markt, "Vergleichsweise wun-
dervoll". Wie kam es zu diesem Buch? Und wieso ein Band mit Kurzge-
schichten?
SK: Als ich mit dem Schreiben anfing, habe ich zunächst ausschließlich
Kurzgeschichten geschrieben. Mein Verlag hat sie sich angesehen und
vorgeschlagen, ein Buch daraus zu machen, worüber ich mich sehr freue.
MT: Herzlichen Dank für das Interview.
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ESSAY:
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(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Karriereprobleme"
von Anja Odenthal
Ich blättere im Vereinsheft des Alpenvereins, als mich die Erkenntnis
trifft: Verdammt, Rettungsflieger müsste man sein! In dem Heft wird
einer interviewt, und das klingt alles so wahnsinnig interessant. Ich
sehe die Szenerie direkt vor mir, während ich lese: die schroffen
Steilhänge eines Bergmassivs, darunter die schmutziggrauen Runzeln des
auslaufenden Gletschers. Der Wind peitscht gegen die Fenster des Hub-
schraubers, das Dröhnen des Rotors ist so laut, dass man sich nur über
Kopfhörer und Mikrofon verständigen kann. Mein Adrenalinspiegel klet-
tert in die Höhe. Die Luft ist dünn hier oben, es ist kalt, ich fühle
mich etwas atemlos. Und doch ist alles Routine, ich fühle mich sicher,
der Situation gewachsen. Schneegestöber verringert die Sicht. Wir hal-
ten angestrengt nach unten Ausschau. Da! Eine Leuchtrakete! Wo kam sie
her? Die Verunglückten müssen das Geräusch unseres Hubschraubers über
den aufkommenden Sturm gehört haben. Der Hubschrauber schwenkt abrupt
herum, geht in den Sinkflug über: Der Pilot hat sie entdeckt. Ich dre-
he mich in den Gurten nach hinten um, überprüfe noch einmal meine Aus-
rüstung. Es ist alles Routine, aber eine Routine, die schnell tödlich
werden kann, wenn man in seiner Sorgfalt nachlässt. Jeden Tag vor Ein-
satzbeginn überprüfe ich die Klettergeschirre, die Karabinerhaken an
den Seilwinden, das Bergungsnetz ...
Der Artikel ist zu Ende, und leicht verkatert tauche ich wieder aus
meinen Heldenphantasien auf. Warum nur musste ich Informatikerin wer-
den, wo es doch so viele Berufe zur Auswahl gegeben hätte, die inte-
ressanter wären? Telepathin zum Beispiel, das wollte ich als Kind im-
mer sein. So wie der Held in der "Thor Konnat"-Serie, die ich mit
zwölf oder dreizehn verschlungen habe. Stattdessen sitze ich nun hier.
Jeder neue Film versorgt mich mit weiteren Karriere-Ideen. Es ist ein-
fach nicht fair! Und ich weiß, dass ich ein paar hundert Jahre zu früh
geboren worden bin, wenn ich die Romane von Robert S. Heinlein oder I-
saac Asimov lese. Die Regierung macht ja noch nicht mal Anstalten, in
der nächsten Zeit eine Raumstation auf dem Mond einzurichten, vom Ter-
raforming des Mars ganz zu schweigen! Wie soll ich dann jemals dorthin
gelangen?
Wie? Höre ich da jemanden "Eskapist!" brüllen? Das verbitte ich mir a-
ber. Ich stehe auch nicht mehr oder weniger mit den Füßen auf dem Bo-
den der Tatsachen als die Hausfrau, die sich keine Folge von "Gute
Zeiten, schlechte Zeiten" entgehen lässt, oder der Arbeiter, der ohne
seinen "Tatort" nicht leben könnte.
Ausgerechnet Informatikerin. Nun ja, ich schätze, irgendetwas musste
ich wohl lernen. "Kind, mach was Vernünftiges!" ja, das war meiner
Mutter Rede. Wie Recht sie hatte! Etwas mit stabilen
Zukunftsaussichten. Etwas, bei dem man ordentlich verdient wär doch
schade sonst um meinen Grips, nicht? Und zugegeben, so ganz ohne
Möglichkeiten ist die Informatik auch nicht. Ich würde einfach
Computer-Guru werden, oder Hacker!
Jetzt ist es irgendwie fünfzehn Jahre später. Studium beendet,
Promotion angefangen, weil ich keine Lust auf eine Arbeitsplatzsuche
hatte. Nach drei Jahren frustriert abgebrochen, als ich dann doch mal
anfing, mich zu fragen, ob ich nicht lieber ein ganzes Gehalt hätte
anstatt einer halben BAT 2A, wenn ich schon jeden Tag neun Stunden
arbeite. Ich musste mir eingestehen: Es war eh nur eine Warteschleife.
Warten worauf? Die würden das Raumfahrtprogramm sogar einstellen, wenn
es nach den Wirtschaftsministern ginge!
Und was ist nun aus dem Computer-Guru oder zumindest dem Hacker
geworden? Hmm. Irgendwie hat es dazu nie gereicht, wahrscheinlich bin
ich nicht fanatisch genug.
Aber mittlerweile sehe ich das Licht am Ende des Tunnels. Es hat lange
gedauert, ich gebe es zu - ich bin wohl einfach von der langsameren
Sorte. Aber nun habe ich es endlich gerafft:
Ich bin eine Autorin.
Na, was war daran so schwer? Ich bin eine Autorin! Das ist es!
Ehrlich gesagt, ich kann es selbst noch nicht so richtig glauben. Aber
es ist wahr.
Das Verblüffendste ist, dass ich nie gedacht hätte, so etwas wie
Ehrgeiz entwickeln zu können, was meine Karrierepläne anbelangt. Und
nun bin ich gerade einmal anderthalb Jahre dabei und kann schon
Dutzende von Schreibbibeln auswendig herunterbeten, nehme zu keinem
Zeitpunkt an weniger als vier Internet-Schreibkursen teil, plage mich
mit meinem ersten Roman herum, verfasse Artikel, gebe besserwisserisch
Ratschläge, als sei ich ein alter Hase kurzum: Ich erkenne mich
selbst nicht wieder.
Aber ich weiß jetzt: Ich kann Rettungsflieger werden, wann immer ich
will. Vielleicht nur für eine Woche oder einen Monat, wenn mein
Interesse nicht weiter reicht. Ich kann den Mars besiedeln, ein
Computerhacker oder ein Telepath werden, Hundeführer bei der Polizei
oder Pferdeflüsterer, wenn mir der Sinn danach steht. Denn ich bin
eine geborene Träumerin.
Ich erinnere mich noch gut an eine Kurzgeschichte, die ich vor
bestimmt zwanzig Jahren gelesen habe. "Dreaming Is a Private Thing"
von Isaac Asimov. Über den kleinen Jungen, der auf dem Bolzplatz
hinter der Schule dem Ball hinterher rennt, als sei er Maradona, der
die wütenden Schreie der Jungen um sich herum nicht beachtet, die
Schramme an seinem Knie nicht mehr spürt, der womöglich am Tor
vorbeirennt, weil er in SEINER Realität über das Grün eines riesigen
Stadions flitzt, Tausende von Fans um sich herum aufbrüllen hört - ja,
genau der war ich. Und bin es noch immer.
Und dabei dachte ich, die Träumerei sei meine größte Schwäche. Das
Leben ist nicht fair.
Aber ich freue mich schon auf die nächsten fünfunddreißig Jahre.
Mannomann, wenn ich nur daran denke, was noch alles auf mich zukommen
wird! Da könnte einem glatt schwindelig werden.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Anja Odenthal kommt ursprünglich von der Bildenden Kunst her, sie malt
und zeichnet seit vielen Jahren und hatte dieses Jahr ihre ersten
beiden Einzelausstellungen. Sie ist berufstätig und quetscht ihre
tägliche Schreibroutine zwischen aufstehen, Katzen füttern und zur
Arbeit gehen. Sie schreibt gerade an ihrem ersten Roman.
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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für
Literaturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind
daher zwecklos.
Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.
Drehbuch: Oliver Pautsch
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Fandom: Thomas Kohlschmidt
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Fantasy: Stefanie Bense
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Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinderbuch: Gabi Neumayer
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Lyrik: Martina Weber
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Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
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Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
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Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Schreibhandwerk: Ute Hacker
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Sciencefiction: Andreas Eschbach
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Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Ich schreibe ein autobiographisches Buch. Darin möchte ich teilweise
eins zu eins einige der über 100 E-Mails verwenden, die mir mal der
"Traummann" geschickt hat. Ich habe den Namen und den Wohnort
geändert. Der Beruf muss wegen der Geschichte bleiben. Wie ist die
rechtliche Lage? Bin ich verpflichtet, ihn um Erlaubnis zu fragen?
Antwort:
Sie müssen für Texte, in denen reale Personen vorkommen, auf
mindestens zwei Rechtsgüter Rücksicht nehmen:
a) die Privatsphäre der Personen
b) das Urheberrecht der Personen
Die Privatsphäre einer Person kann leicht durch Verfremdungen
geschützt werden. Allerdings müssen diese Veränderungen so gravierend
sein, dass selbst Nachbarn, Freunde und die Person selbst nicht
erkennen, wer gemeint ist. Ansonsten benötigen Sie das Einverständnis
der Betroffenen, das Sie sich am besten schriftlich geben lassen, wenn
Sie spätere Streitigkeiten vermeiden wollen.
Wenn Sie (mündliche oder schriftliche) Äußerungen einer Person so
umfangreich wiedergeben, dass es kein Zitat mehr ist, dann müssen Sie
auch hier fragen, ob Sie den Text verwenden dürfen. Diese Person wird
dann Ihr Co-Autor. Wenn Sie das nicht tun, verletzen Sie die
Urheberrechte dieser Person, und gerade AutorInnen sollten sich dazu
nicht herablassen.
Verändern Sie zudem noch die Identität der Person (wie oben
beschrieben), dann wären Sie ein Plagiator, d. h., Sie schmücken sich
mit fremden Federn. Dazu sollten sich AutorInnen noch viel weniger
hergeben.
Wenn Sie auf diese rechtlichen Verpflichtungen keine Rücksicht nehmen,
werden Sie es schwer haben, einen Verlag zu finden. Sie könnten diese
Probleme natürlich verheimlichen und behaupten, die Personen wären
fiktiv. Dann riskieren Sie aber nicht nur, von den Personen haftbar
gemacht zu werden, sondern Sie könnten sogar vom Verlag wegen
vorsätzlicher Geschäftsschädigung und eventuell sogar wegen
Vortäuschung falscher Tatsachen verklagt werden.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt,
Verlagskaufmann, Buchhändler und freier Lektor.
http://www.bjoernjagnow.de/. Seit Jahresbeginn 2003 ist er leitender
Redakteur der Federwelt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren:
http://www.federwelt.de/.
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBHANDWERK:
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Ute Hacker (mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Wie schreibt man eine Kurzvita oder Kurzbiographie? In Tabellenform
wie bei einer Bewerbung? Oder in etwa so: "Ich wurde dann und dort
geboren. Nach dem Abitur ..." etc. Was sollte darin unbedingt
enthalten sein und was eher nicht?
Antwort:
Eine Kurzvita sollte auf keinen Fall tabellarisch sein, sondern ca.
fünf Zeilen Fließtext umfassen. Darin stehen in der Regel der Name,
Alter bzw. Geburtsjahr, Wohnort, evtl. Beruf und Familienstand. Bis
auf den Namen sind all diese Angaben freiwillig. Dann kommen
Informationen über den Autor, die den Leser interessieren könnten:
aktuelle Veröffentlichungen, ein gewonnener Preis, eine Nominierung,
ein interessantes Projekt.
Sie haben die Wahl zwischen einer sachlichen Kurzvita und einer eher
witzigen. Kommt auf Ihren Typ an oder auch auf das Buch, das Sie
geschrieben haben. Hier meine Kurzvita als Krimischreiberin aus dem
Jahr 2003:
..........
Billie Rubin ist das Krimipseudonym der Münchner Autorin Ute Hacker.
Schreibt deutsch und englisch. Sie hat zahlreiche Kurzgeschichten in
den unterschiedlichsten Anthologien veröffentlicht; 2002 ist ihr
erster Kriminalroman Schwabinger Schatten (Vertigo Verlag, München)
erschienen. Im Herbst 2002 wurde ihre Kurzgeschichte "Living Next Door
to Malice" in der US-Anthologie The Worlds Finest Mystery and Crime
Stories, Third Annual Collection (Forge, NY) publiziert.
..........
Sie sehen, ich habe einige persönliche Angaben ausgelassen. Sie können
aber auch schreiben:
"XYZ wurde als fünftes Kind in eine Großfamilie geboren und zog sich
schon früh in die Welt der Bücher zurück. Seit sechs Jahren reist er
mit einem Puppentheater durch die Lande und verdient sein Geld mit
Geschichtenerzählen. Die Impressionen dieser Reisen verarbeitet er in
Romanen und Kurzgeschichten, die ihm schon so manchen Preis
eingebracht haben. Sein Motto lautet: Leben und leben lassen."
Und manchmal gibt es Autoren, die sich komplett neu erfinden (das
heißt, unter Pseudonym schreiben und nicht lauthals verkünden wollen,
wer dahinter steckt, weil es z. B. ein vollkommen anderes Genre als
das übliche ist). Die erfinden dann einfach eine Biographie (wie ich
eben beim zweiten Beispiel). Wichtig ist nur eines: Sie müssen auf
sich neugierig machen! Zuerst den Lektor (oder Agenten), und wenn Sie
diese Hürde genommen haben, den Leser. Aber da hilft Ihnen dann auch
der Verlag.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Ute Hacker schreibt vorwiegend Kurzgeschichten für Kinder und
Erwachsene. 2002 erschien ihr erster Kriminalroman Schwabinger
Schatten" beim Vertigo Verlag (als Billie Rubin). Sie ist Mitglied der
Autorinnengruppe München (1997 von ihr gegründet) und der
International Online Writing Group. Derzeit arbeitet sie an ihrem
zweiten Kriminalroman. Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de.
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HALL OF FAME:
---------------------------------------------------------------------
(mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)
Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere
schaffen es ja auch!
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch irgendwann
einmal vorstellen können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag, Erscheinungsjahr (das muss immer das
laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr
in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch
unterbringen.
.......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte
unter dem Betreff "Hall of Fame" an
mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de. Wir können ausschließlich
Meldungen berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!
++++++++++
Karin Koch: "Mein kleiner Stern", Edition Bücherbär im Arena-Verlag,
2004, Bilderbuch. Der kleine Bär wills wissen: "Wo war ich, bevor ich
auf die Welt kam?"
Tania Schlie: "Elsas Erbe", Ullstein 2004, Roman. Ein Familienroman um
einen Kiesbaron und seine Tochter.
Roland Rosenbauer: "In der schwarzen Stadt", Zaubermond-Verlag, 2003,
Abenteuerroman. Abschlussband der Serie "Die Abenteurer".
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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit
getrennter Mail kommt!
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Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das
Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
mailto:beitrag at team pt autorenforum pt de.
Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.
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I M P R E S S U M
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Herausgeber:
Ramona Roth-Berghofer
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Gabi Neumayer
mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de
Stefan Schulz mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Thomas Roth-Berghofer
mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
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